Wie Wasser, Hopfen und Malz zu Bier wird
Bierbrauen ist Tradition und Innovation . Die Villacher Brauerei vereint beides. Denn trotz aller technischen und wirtschaftlichen Innovationen hält sie konsequent am traditionellen Brauverfahren fest. Der Erfolg bestätigt diese Strategie! Der kompromisslose Qualitätsanspruch ist das Erfolgsgeheimnis und das Markenzeichen der Villacher Brauerei.
Dass der Geschmack der Kärntner voll getroffen wird, dafür sorgt Braumeister Immanuel Kohlweis: "Die Güte der einzelnen Rohstoffe ist neben der Braukunst das Geheimnis unseres Bieres. Kristallklares Wasser und Kärntner Braugerste aus kontrolliertem Vertragsanbau sorgen für die Einzigartigkeit des Villachers. Was gibt es auch Schöneres als ein kühles Blondes?"
Das traditionelle Brauverfahren

1. Mälzen
2. Maischen
3. Brauen
4. Gären
5. Nachgären und Reifen
6. Filtrieren
7. Abfüllen
Nähere Informationen unter http://www.bierserver.at
1. Mälzen
Alles beginnt eigentlich bereits in der Mälzerei. Hier wird die Braugerste geputzt und gewaschen und es beginnt die Keimung. Die gekeimte Gerste wird getrocknet (gedarrt), die ausgetrocknerten Wurzelkeimlinge brechen ab und das geputzte Darrmalz wird in die Brauerei geliefert.
Je heißer die Braugerste gedarrt wird, desto dunkler wird das so entstehende Malz und damit auch das Bier.
2. Maischen (Sudhaus)
Der Brauvorgang beginnt mit dem Schroten (Zerkleinern) des Malzes. Danach folgt das Maischen. Hier wird aus Wasser und Malz die Bierwürze zubereitet, indem das geschrotete Darrmalz mit Brauwasser im Maischbottich zur Maische gemischt, in die Maischpfanne umgepumpt und erhitzt wird.
Die Temperatur dieses Gemisches wird nun sukzessive erhöht, wobei unterschiedliche Temperaturen unterschiedliche Prozesse auslösen. Hierbei wird die Reststärke zu Zucker und Dextrinen abgebaut und der Zucker und das Eiweiß aufgelöst. Die ausgeflockten Eiweißstoffe gehen dabei in die unlöslichen Malzbestandteile über. Je mehr Malz verwendet wird, desto höher ist der so genannte "Stammwürzegehalt", der in Österreich auch zur Einteilung der Biere dient.
Nach dem Maischvorgang beginnt das so genannte Abläutern der Maische, die erste Filterung. Dabei wird die Würze (im Brauwasser gelöste Malzbestandteile) von den Trebern (nicht lösliche Malzbestandteile) im Läuterbottich oder durch spezielle Maischefilter getrennt.
Der Treber enthält wertvolle Nährstoffe, vor allem Eiweiß, und findet als hochwertiges Tierfutter Verwendung. Das Endprodukt dieses Vorgangs ist die fertige Würze, die im gelösten Zustand Malzzucker, Eiweiß, Hopfenbestandteile und Mineralstoffe enthält.
3. Brauen (Sudhaus)
In der Sudpfanne (Würzepfanne) wird die Würze unter Beigabe von Hopfen gekocht. Welche Hopfensorte und in welcher Menge Hopfen beigegeben wird, hängt von der Biersorte ab, die gebraut wird.
Durch das Kochen gehen die Hopfeninhaltsstoffe in Lösung und die Würze wird keimfrei gemacht. Die Lösung dampft ein bis der gewünschte Extraktgehalt der Würze, die Stammwürze, erreicht wird. Unter dem Stammwürzegehalt versteht man den Gesamtextraktgehalt der Bierwürze, bestehend aus den gelösten Stoffen von Malz und Hopfen.
Nach Entfernen der Hopfenbestandteile und Trübstoffe wird die Würze durch spezielle Kühlapparate abgekühlt und in den Gärkeller geleitet.
4. Gären (Gärkeller)
Die abgekühlte Bierwürze wird in die Gärtanks gepumpt. In den Gärgefäßen versetzt man nun die Würze mit Bierhefe, die unter Gärung einen Teil des Zuckers der Würze in Alkohol und Kohlensäure verwandelt.
Bei der Gärung unterscheidet man zwei unterschiedliche Gärverfahren. Bei der älteren Obergärung schwimmt die Hefe obenauf und es entstehen bei 12-25°C in 2-3 Tagen die obergärigen Biere (zum Beispiel Weißbier, Altbier, usw.). Bei der Untergärung bleibt die Hefe unter geringerer Erwärmung am Grunde des Gärbottichs und es entstehen die für Österreich typischen untergärigen Biere.
5. Nachgären und Reifen (Lagerkeller)
Nach der Hauptgärung wird die Hefe vom Jungbier getrennt. Es wird eine Warmphase von 10 Tagen bei 5°C gehalten. Dabei wird ein weiterer Teil des Zuckers langsam vergoren. Zweck dieser Vorgänge ist die Bildung von Kohlensäure in der Flüssigkeit sowie die Klärung des Bieres. Nach dieser Warmphase wird das Jungbier auf minus 1 bis plus 1°C heruntergekühlt und bei leichtem Überdruck einer Nachgärung unterzogen.
6. Filtrieren
Der letzte Schritt vor der Abfüllung in Flaschen oder Fässer ist die Filtration. Filtriert wird unter Gegendruck unmittelbar vor der Abfüllung. Entkeimungs- oder Kieselguranschlemmfilter bewirken, dass das Bier klar zur Flaschen- oder Fassabfüllung kommt. Es wird aber auch unfiltriertes Bier abgefüllt, welches als "Villacher Zwickl" bekannt und beliebt ist.
7. ABFÜLLEN
Erst nachdem das Bier eine hauseigene sensorische und mikrobiologische Qualitätskontrolle bestanden hat und der Braumeister sich der einwandfreien Qualität - vom Sudhaus über die Gärung und Lagerung bis hin zur Abfüllung - vergewissert hat, erfolgt die Abfüllung. Diese Kontrollen sind notwendig, um geringste Qualitätsschwankungen ausschließen zu können. Denn Qualität ist unser Markenzeichen!
Nach gründlicher Reinigung und Kontrolle der Flaschen und KEG-Fässer erfolgt die Abfüllung. Das Bier wird unter CO2-Gegendruck in Flaschen (pasteurisiert) oder Fässern vollautomatisch abgefüllt.
In der Stunde können 40.000 Flaschen Villacher Bier vollautomatisch abgefüllt werden. Die Villacher Brauerei verfügt über eine zweite Abfüllanlage für spezielle Gebindesorten mit einer Kapazität von 20.000 Flaschen/Std.. Die Fassabfüllanlage verfügt über eine Kapazität von 450 Fässern/Std.. Abgefüllt werden Fässer der Größen 50 l, 25 l, und 15 l.
Nach der Abfüllung wird das "flüssige Gold" vom brauereieigenen Fuhrpark direkt zu unseren Kunden geliefert. Täglich verlassen mehrere Züge mit frischem Villacher Bier die Brauerei. Denn bei Bier gilt der Grundsatz: je frischer, desto besser!
"Glücklich ist, wer nie vergisst,
dass Villacher Bier das Beste ist!"