
Bierkenner und alle die es noch werden wollen, finden hier die wichtigsten Fachbegriffe rund um Österreichs Volksgetränke Nummer 1. Zum Nachlesen und Schmökern einfach auf einen der Bände klicken und unter dem entsprechenden Buchstaben nachlesen!
Alkohol
Wird bei der Vergärung des in der Würze enthaltenen Zuckers gebildet. Es entsteht dabei Ethanol und Kohlensäure.
Alkoholfreies Bier
Weist durch Anwendung spezieller Verfahren einen Alkoholgehalt von nicht mehr als 0,5 Vol.% auf.
Alkoholgehalt
Je nach Stammwürzegehalt und Vergärungsgrad unterscheidet er sich bei den einzelnen Biersorten. Je höher beide Werte, desto höher auch der Alkoholgehalt.
Aromahopfen
Wird erst am Ende der Würzekochung zugesetzt, um die edlen Hopfenöle für das Bier zu erhalten.
Ausstoß
Maß für ausgelieferte Menge an Getränken in Hektoliter.
Bier
Ist ein aus Zerealien, Hopfen und Wasser durch Maischen und Kochen hergestelltes, durch Hefe vergorenes, alkohol- und kohlensäurehältiges Getränk.
Bieranalyse
Sämtliche Biere werden bevor sie zum Kunden kommen strengen Kontrollen unterzogen. Diese Analysen werden im neuen, modernen Labor der Villacher Brauerei durchgeführt.
Bierspezialitätenwirt
Den "Villacher Bierspezialitätenwirt" zeichnet die Liebe zum Genussmittel Bier, die gehobene Bierkultur aus. Qualität zieht sich dabei wie ein roter Faden von der Brauerei bis hin zum Biergenießer.
Bittereinheiten
Ist eine Masseinheit für die Bittere im Bier. Bitterstoffe aus dem Hopfen werden durch Isomerisierung beim Würzekochen gebildet.
Bockbier
Ist in der Regel ein Starkbier und weist eine Stammwürze von mind. 16° Plato und einen Alkoholgehalt um 7 Vol.% auf.
Brauer
Die gesamten Produktionsbereiche werden durch bestens geschulte Brauer durchgeführt und überwacht. Es handelt sich hier um einen Lehrberuf und die neue Bezeichnung für dieses Berufsbild lautet "Brau- und Getränketechniker".
Braugerste
Ist eine 2-zeilige Gerste und wird hauptsächlich als Sommergerste angebaut. Ihr typisches Merkmal sind große, dickbauchige Körner mit einem ausgeprägten Mehlkörper (Stärke).
Caramelmalz
Zählt zu den Spezialmalzen. Durch hohe Temperaturen beim Darrprozess kommt es zu einer Verflüssigung und Verzuckerung des Korninhaltes. Es kommt zur Bildung der typischen Caramelsubstanzen. Diese prägen im fertigen Bier wesentlich die Farbe und das malzige Aroma. Caramelmalz wird gerne bei Bierspezialitäten eingesetzt.
CIP-Reinigung
Die Reinigung der Brauereianlagen wird über diese zentralen, meist vollautomatische Reinigungsanlagen gesteuert. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil zur Gewährleistung der Produkt- und Qualitätssicherung.
CO2 (Kohlensäure)
Wird bei der Vergärung des in der Würze enthaltenen Zuckers neben dem Alkohol gebildet. Diese gäreigene Kohlensäure findet sich im fertigen Bier wieder.
Codex
Im Codex B13 für Bier sind die wesentlichen Punkte und Vorschriften zur Bierherstellung gesetztlich geregelt. In den Kernpunkten gibt es sehr viele Parallelen zum Reinheitsgebot.
Dampfbrauerei
So werden Brauereien bezeichnet, deren Brauanlagen nicht direkt sondern mit Dampf befeuert werden. Die Villacher Brauerei war die erste dieser Art in Österreich.
Doppelbock
Zählt ebenso wie das Bockbier zur Gruppe der Starkbiere. Wie der Name schon erahnen lässt, liegt der Alkoholgehalt noch um einiges höher. Der Schleppe Doppelbock z. B. hat einen Alkoholgehalt von 7,9 Vol. %.
Dunkles Bier
Bekommt seine typische Farbe durch den Einsatz von Farb- bzw. Röstmalz. Es ist auch die einzige Biersorte in Österreich, bei der es erlaubt ist, Zucker zuzusetzen. Dieser leicht süßliche Geschmack wird besonders von Frauen sehr geschätzt.
Eiweiß im Bier
Ist im Bier hauptverantwortlich für den Bierschaum. Bei sehr starker Kälteeinwirkung kann es jedoch zu einer Eintrübung des Bieres führen => Eiweißtrübung.
Endvergärungsgrad
Darunter versteht man den höchsten Vergärungsgrad des Bieres, welcher mit Betriebshefe erreicht werden kann. Er ist ausschließlich von der Zusammensetzung der Würze abhängig.
Enzyme
Sind hochmolekulare Eiweißverbindungen, welche biochemische Vorgänge beschleunigen bzw. ermöglichen => Biokatalysatoren. Im Brauprozess wird durch die Enzyme das Eiweiß in einzelne Fraktionen zerlegt und die gesamte Stärke im Malzkorn in Zucker umgewandelt.
Euro-Flasche
Sie war bis Mitte der 1990iger Jahre die Standardflasche in den österreichischen Brauereien. Ihr folgte die heutige NRW-Flasche (siehe Erklärung).
Extrakt
Darunter versteht man die Summe jener Stoffe, welche beim Brauprozess in Lösung gegangen sind.
Farbmalz
Wird auch Röstmalz genannt und wird, wie es der Name schon sagt, beim Darrprozess in der Mälzerei geröstet. Dadurch erhält es auch seine markante schwarze Farbe. Es kommt vorwiegend in dunklen Bieren vor.
Fassfüllung
Das Villacher Bier wird in 50 l, 25 l und 15 l Edelstahlfässer abgefüllt. Pro Stunde können bis zu 400 Fässer gefüllt werden.
Fastenbier
Findet seinen Ursprung in Klöstern. Unter dem Motto "Flüssiges bricht Fasten nicht" kreierten die Mönche anstelle fester Nahrung zur Fastenzeit ein kräftiges, nährreiches Bier, mit einem höheren Alkoholgehalt.
Filtration
Ist jener Vorgang bei dem die noch enthaltenen Hefen und Trübungsstoffe aus dem Bier entfernt werden. Dies hat vor allem zum Ziel die Haltbarkeit des Bieres zu verlängern.
Flaschenfüllung
In der Villacher Brauerei können stündlich bis zu 40.000 Flaschen gefüllt werden.
Gärkeller
Hier erfolgt die Hauptgärung, dabei wird nun ca. 70 - 75 % des gebildeten Malzzuckers durch die zugesetzte Hefe abgebaut.
Gärnebenprodukte
Neben dem Alkohol und der Kohlensäure werden im Laufe der Gärung auch Gärnebenprodukte gebildet. Bei der klassischen Gärführung und Lagerung in der Villacher Brauerei wird ein Großteil dieser Stoffe wieder abgebaut. Dies ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal von Villacher Bier.
Gärung
Durch eigene Bierhefen wird der, im Sudhaus gebildete Malzzucker, in eigenen Gärtanks zu Alkohol und Kohlensäure vergoren.
Gerstenanbau
Die Villacher Brauerei hat gemeinsam mit "Unser Lagerhaus" und Kärntner Bauern ein Braugerstenprojekt ins Leben gerufen. Mittlerweile werden jährlich mehr als 1.500 Tonnen Braugerste in Kärnten geerntet. Das entspricht ca. einem Drittel des Jahresbedarfs der Villacher Brauerei.
Härtegrad
Bezeichnet die Summe an gelösten Mineralien in Wässern. Der Härtegrad wird in Grad Deutscher Härte (°dH) angegeben.
Hefen
Sie sind einzellige Kleinstlebewesen und gehören zu einer Gruppe von Pilzen. Sie vermehren sich durch Sprossung. Die in der Brautechnik verwendete Hefe wird als Kulturhefe bezeichnet.
Hektoliter
Ist ein typisches Mengenmaß in den Brauereien. 1 Hektoliter (hl) = 100 Liter.
Hopfen
Der Hopfen (Humulus lupulus) ist eine mehrjährige Kletterpflanze und stammt aus der Familie der Hanfgewächse. Die Pflanzenstände wachsen an eigenen Drahtanlagen rechtswindend entlang und können eine Höhe von bis zu 8 Metern erreichen.
Iso-alpha-Säure
Während dem Kochprozess im Sudhaus werden die Bitterstoffe des Hopfens umgewandelt, aus alpha-Säure wird Iso-alpha-Säure. Diesen Vorgang nennt man Isomerisation. Für die Bittere im Bier sind fast ausschließlich die Iso-alpha-Säuren zuständig.
Isobarometer
Mit solchen Geräten wurden früher vor allem Holzfässer gefüllt. Mit diesen Abfüllanlagen konnte verhindert werden, dass das Bier beim Abfüllen schäumt, das bedeutet es wurde in der Bierzuleitung und im zu befüllenden Fass ein Gleichdruck hergestellt.
Jahrgangsbier
Hierfür eignen sich vorwiegend Starkbiere, da der hohe Alkoholgehalt eine gewisse Schutzfunktion für das Bier darstellt und sich somit eine längere Haltbarkeit erzielen lässt. Meist gibt es solche Biere nur in limitierten Mengen.
Jodprobe
Diese Probe wird beim Maischprozess nach der Verzuckerung durchgeführt. Sie gibt Aussage darüber, ob die gesamte Stärke in Malzzucker umgewandelt wurde. Erst wenn das gewährleistet ist, können die nächsten Arbeitsschritte im Brauprozess eingeleitet werden.
Jubiläumsbier
Anlässlich des 150jährigen Bestehens der Villacher Brauerei wurde diese Bierspezialität eingebraut. Es ist ein Spezialbier mit einer Stammwürze von 12,8 °Plato und 5,5 Vol. % Alkohol.
Jungbiergeschmack
Diesen Geschmack empfindet man bei Bieren im frühen Gärstadium oder bei nicht genügend ausgereiften und zu kurz gelagerten Bieren. Es ist im abgefüllten Bier definitiv ein Fehlgeschmack.
Kältetrübung
Wenn Bier über einen längeren Zeitraum oder extremer Kälte ausgesetzt wird, so kann es eine Trübung aufweisen. Diese Trübung kann sich vorübergehend einstellen oder bei zu langer Kälteeinwirkung auch bestehen bleiben.
Kärnten.Echt gut
Steht für qualitativ hochwertige Produkte aus Kärnten. Kärnten.Echt gut ist ein Verein Kärntner Industriebetriebe, die beste Rohstoffe mit größter Sorgfalt zu hochwertigen Produkten veredeln.
Kerzenfilter
Kommen in den verschiedensten Bereichen einer Brauerei zum Einsatz. Je nach Anwendung un Medium werden unterschiedlichste Materialien eingesetzt. Es gibt Kerzenfilter für Bier, Wasser, Luft CO2 und Dampf.
Klassische Gärung
Hierbei erstreckt sich die Gärzeit im Gärkeller über den Zeitraum von einer Woche.
Kronenverschluss
Diese Verschlussart kommt bei Flaschenbieren zum Einsatz. Seinen Namen erhielt er aus seiner speziellen Form.
Labor
Das Labor ist ein wesentlicher Bestandteil zur Qualitätsüberwachung in der Brauerei. Im hauseigenen Labor der Villacher Brauerei können eine Vielzahl an Analysen durchgeführt werden. Unser Labor wurde in den letzten Jahren mit Analysegeräten perfekt ausgestattet. Umgesetzt wird die Qualitätsüberwachung mit bestens geschultem Personal.
Lagerbier
Als Lagerbier wird ein ausgewogen malziges, mild hopfenbitteres untergäriges Vollbier bezeichnet. Das Märzen Bier ist ein typisches Lagerbier und stellt auch mit Abstand die meistgetrunkene Biersorte in Österreich dar.
Lagerkeller
Hier bekommt das Bier die nötige Zeit zum Reifen. Unter leichtem Druck und bei Temperaturen um die 0°C lagert das Bier in der Villacher Brauerei ca. 4 - 6 Wochen. Dabei setzen sich Trübstoffe ab und die bei der Nachgärung entstandene Kohlensäure bindet sich feinporig im Bier.
Läuterbottich
Er dient dazu die festen und flüssigen Bestandteile der Maische wieder von einander zu trennen. Gleichzeitig wird annähernd der gesamte Extrakt aus den Feststoffen (Trebern) ausgespült, es entsteht die so genannte Würze.
Leichtbiere
Weisen einen Alkoholgehalt von nicht mehr als 3,7 Vol. % auf.
Lupulin
Im Inneren der Hopfendolde sitzen zahlreiche gelbliche, klebrige Kügelchen, das Lupulin. Nur die weibliche Hopfenpflanze besitzt diese Eigenschaft. Das Lupulin ist das eigentlich wertvolle am Hopfen, es enthält viele Aromastoffe und Hopfenharze.
Maische
Sie setzt sich zusammen aus Brauwasser und frisch geschrotetem (gemahlenem) Malz. In der Maische werden die festen Malzbestandteile in einen löslichen und lösbaren Zustand übergeführt, z. B. wird Stärke in Malzzucker umgewandelt.
Malz
Stellt nach Wasser den größten Rohstoff bei der Bierherstellung dar. Beim Vermälzen von Getreide werden unlösliche Stoffe in einen lösbaren Zustand übergeführt. Die einzelnen Malzsorten prägen maßgeblich den Charakter einer Biersorte.
Märzenbier
Ist ein Vollbier und auch unter dem Namen Lagerbier bekannt. Es ist unbestritten das Lieblingsbier der Österreicher. Der Name rührt daher, dass früher in vielen Brauereien ein spezielles Bier eingebraut wurde, welches sich großer Beliebtheit erfreute. Mit dem Märzen Bier wie wir es heute kennen, hatte es nicht viel gemein.
Mindesthaltbarkeitsdatum
Gibt Aufschluss darüber über welchen Zeitraum ein Lebensmittel oder Genussmittel mindestens haltbar sein muss. Es bedeutet aber nicht, dass dieses Produkt mit Ablauf dieser Zeit ungenießbar oder kaputt ist.
Nachgärung
Im Lagerkeller der Brauerei findet die so genannte Nachgärung statt. Die dabei entstandene Kohlensäure wird unter leichtem Druck und bei niedrigen Temperaturen im Bier gebunden. Am Ende der Reifezeit hat das Bier den Ausstoßvergärungsgrad erreicht, das Bier hat die Konsumreife erlangt.
Naturtrüb
Jene Trübstoffe, die ausschließlich von verwendeten Rohstoffen und Hefe herrühren.
Nennleistung
Ist jene Leistung pro Zeiteinheit, für die das jeweilige Aggregat ausgelegt wurde. Sie wird abhängig gemacht von: Behältergröße, Packmittel, Ausstattung, abzufüllendes Produkt.
NRW-Flasche
Ist die gängiste Bierflasche in den österreichischen Brauereien. Sie hat ein Füllvolumen von 500 ml und ist in der Regel als Mehrwegflasche im Umlauf. NRW = Nordrhein-Westfalen.
Obergärige Hefe
Diese Hefe hat die Eigenschaft Sprossverbände zu bilden und wird am Ende der Hauptgärung durch die Kohlensäure an die Oberfläche getrieben und von dort auch geerntet. Typische obergärige Biere sind s. B. Weißbier, Alt, Kölsch, Stout und Porter.
Oxidation
Wird hervorgerufen bei Anwesenheit von Sauerstoff im Bier unter der Einwirkung von Licht, Wärme und Bewegung. Ein Oxidationsgeschmack ist ein typischer Fehlgeschmack in Bier.
Paletten
Dienen zur Erleichterung des Transportes und der Lagerung von Fässern und Kisten. Am häufigsten findet man in den Brauereien die so genannte Euro-Palette, sie ist meist aus Holz und misst 800 x 1200 mm.
PH-Wert
Drückt das "Gewicht" der Wasserstoffionenkonzentration in einem Liter Lösung aus. Die pH-Skala geht von 0 bis 14. 0 = stark sauer, 7 = neutral, 14 = alkalisch (Basisch).
Pilsbier
Ist in der Regel ein sehr helles, schlankes Bier. Der Hopfen ist die "Seele" des Pilsners, man legt besonderen Wert auf die Qualität der Bittere und ein feines, oft blumiges Hopfenaroma. Pilsbiere sind meist die am stärksten gehopften Biere einer Brauerei.
Plato °
Die Stammwürze wird in °Plato angegeben. Sie gibt die Menge der in Lösung gegangenen Malzbestandteile in der Würze an und wird auch als Gesamtextrakt bezeichnet.
Pro-Kopf-Verbrauch
Ist eine Angabe für den durchschnittlichen Konsum, von z. B. Bier eines jeweiligen Landes über den Zeitraum eines Jahres gerechnet. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch an Bier in Österreich liegt bei ca. 106 Litern/Jahr, womit wir weltweit hinter Tschechien und Deutschland an dritter Stelle liegen.
Probenahme
Als Hilfe zur Probenahme dienen eigene absolut hygienische Probenahme-Ventile. Dies können mittels Bunsenbrenner vor der Probenahme sterilisiert werden, dadurch kann eine Verfälschung oder Verunreinigung der Probe verhindert werden.
Qualitätssicherung
Ist einer der Kernpunkte in der Brauerei. Das Ziel ist es, das Bier mit gleichbleibender, ausgezeichneter Qualität, unter Einhaltung strengster Richtlinien zum Endkunden zu bringen. Hierfür gibt es in der Brauerei eine eigene Abteilung. Man ist auch ständig bestrebt, sich durch laufende Verbesserungen, den stetig steigenden Qualitätsansprüchen anzupassen.
Radler
Ist die Bezeichnung für ein Biermischgetränk. Der beliebste Radler in Österreich ist der Zitronen-Radler.
Reinheitsgebot
Ist das älteste Lebensmittelrecht der Welt aus dem Jahre 1516 von Herzog Wilhelm IV. verankert im Biersteuergesetz, garantiert die Reinheit des deutschen Bieres und begründet seinen weltweiten guten Ruf.
Reinigung
Auf der Reinigung der Brau- und Abfüllanlagen wird größter Wert gelegt. Unterstützt werden die Mitarbeiter dabei von modernsten vollautomatischen Reinigungsanlagen. Auch die Personalhygiene spielt hier eine Maßgebliche Rolle.
Restextrakt
Ist jener Extrakt (Malzzuckergehalt), welcher im fertig abgefüllten Bier noch vorhanden ist. Vom Gesamtextrakt werden ca. 80 - 85 % vergoren, somit bleiben ca. 1,8 - 2,4 g/Liter Restzucker im fertigen Bier enthalten.
Rohstoffe
Für die Bierherstellung kommen Wasser, Malz, Hopfen und Hefe zum Einsatz.
Sauerstoff im Bier
Führt unweigerlich zu einer Oxidation und somit zu einer geschmacklichen Beeinträchtigung, in vielen Fällen verbunden mit einer farblichen Veränderung des Bieres.
Schankbier
Als Schankbier werden Biere bezeichnet, welche einen Stammwürzegehalt zwischen 9 - 11 °Plato aufweisen.
Schankservice
Der Schankservice ist Garant dafür, dass das Bier aus dem Fass über die Schankanlage in top Qualität ins Glas und damit zum Biertrinker gelangt. Dafür müssen die Anlagen in einem vorgeschriebenen Mindestabstand von 3 Monaten einer Reinigung unterzogen werden.
Schaumkrone
Eine schöne Schaumkrone erreicht man durch fachgerechtes Zapfen von Bier über eine saubere Schankanlage, in ein reines, mit klarem Wasser vorgespültes Glas. Grundlage dafür ist ein Bier mit ausgezeichneter Qualität und nicht zu kalter Temperatur.
Schrotmühle
Sie dient dazu, das Malzkorn zu vermahlen, um den Mehlkörper und die Korninhaltsstoffe für den Maischprozess freizulegen.
Sixpack
Ist die Bezeichnung für eine Verkaufsverpackung aus nassfestem Wrap-around-Karton, welcher mit 6 Bierflaschen bestückt wird.
Spezialmalze
Es gibt eine Vielzahl an Spezialmalzen. Aus Gerste werden z. B. Caramelmalze, Farbmalz, Münchner Malz hergestellt, weiters gibt es Weizenmalz, Roggenmalz usw..
Stammwürze
Ist die Summe aller in Lösung gegangener Stoffe in der Heisswürze, direkt messen kann man sie nur im Sudhaus. Nach der Vergärung wird die Stammwürze rechnerisch bestimmt.
Sudhaus
Es ist das Herzstück der Brauerei. Hier werden die einzelnen Rohstoffe miteinander vermischt und bis hin zur fertigen Bierwürze verarbeitet. Folgende Arbeitsschritte werden durchgeführt: Schroten, Maischen, Läutern, Würzekochen.
Tray
Hierbei spricht man von einer Kartontasse aus Wellpappe, welche mit unterschiedlich vielen Bierflaschen bestückt wird. Meist sind es 12 oder 24 Flaschen. Diese Verpackung kommt normalerweise im Einweg-Sektor zur Anwendung. Zum sicheren Transport wird die gesamte Verpackung mit einer Schrumpffolie umzogen.
Treber
So bezeichnet man die festen Bestandteile der Maische, die nach dem Abläutern im Läuterbottich verbleiben. Diese werden an Bauern verkauft, welche die Treber als Futtermittel verwenden.
Trinktemperatur
Es wird von den Brauereien zu den einzelnen Bieren die jeweilige Trinktemperatur empfohlen, diese liegt in der Regel zw. 7 - 10 °C. Das ist unter anderem auch abhängig von der Jahreszeit. Die letzte Entscheidung trifft jedoch der Biertrinker selbst.
Trübung im Bier
Kann durch Eiweiß-Gerbstoff-Verbindungen in Folge starker Kälteeinwirkung hervorgerufen werden oder durch eine Infektion mit Fremdhefen, Milch- oder Essigsäurebakterien. Es kann sich aber auch um eine gewünschte Hefetrübung handeln, z. B. beim Zwickl-Bier.
Überschusshefe
Durch den jeweiligen Gärprozess kommt es zu einem Überschuss an Bierhefe. Sie findet im Brauprozess keine Anwendung mehr und wird daher sehr häufig als Futtermittel an Bauern verkauft.
Untergärige Hefe
So wird Bierhefe bezeichnet, welche am Ende der Hauptgärung am Boden oder im Konus des Gärtanks zum Liegen kommt. Diese Hefe wird von unten geerntet. Typische untergärige Biere sind: Märzen, Pils, Bock, ...
Vergärungsgrad
Gibt an wie viel Prozente vom Extraktgehalt der Würze bereits vergoren sind.
Villacher Kirchtag
Ist Österreichs größtes Brauchtumsfest mit Tradition im Zentrum von Villach. Die einzigartige Mischung aus gelebtem Brauchtum, Kulinarik und Unterhaltung vom Feinsten und einem großen Vergnügungspark.
Vollbier
Muss mind. 11° Plato haben. Ein Vollbier mit mindestens 12,5 °P kann die Sachbezeichnung Spezialbier tragen.
Wartung
Brauanlagen sind sehr vielseitig und müssen einer ständigen Wartung unterzogen werden. Hierfür werden Wartungspläne erstellt. In vielen Fällen gibt es für heikle Anlagen Wartungsverträge mit Anlagenbauern.
Wasser
Ist der Hauptbestandteil im Bier. Der Härtegrad des Wassers ist ganz wesentlich für eine ausgezeichnete Bierqualität verantwortlich. Brauwasser muss immer Trinkwasserqualität aufweisen.
Weißbier
Ist ein obergäriges Bier und muss einen Weizenmalzanteil von mind. 50% haben. Wird vorrangig in Bayern getrunken.
Würze
Sie enthält die in Lösung gegangenen Malzinhaltsstoffe. In der Würzepfanne wird die Würze gekocht und der Hopfen zudosiert. Weiters wird die Stammwürze eingestellt. Bevor die Würze in den Gärkeller gelangt, wird sie auf Anstelltemperatur (ca. 8°C) heruntergekühlt, belüftet und mit Hefe versetzt.
Xanthohumol
Hierbei handelt es sich um ein Polyphenol (Gerbstoff) welches bisher nur im Hopfen nachgewiesen wurde. In Tests zeigte es Wirkung gegen die Entstehung und Entwicklung von Krebszellen.
Yeast
Ist die englische Bezeichnung für Hefe.
Zapfhahn
Über ihn wird das Bier von der Schankanlage in das Bierglas gezapft. Er ermöglicht durch seine jeweilige Bauart ein problemloses Einschenken des Bieres.
Zwicklbier
So bezeichnet man naturtrübe Biere welche vom Lagertank direkt, ohne Filtration abgefüllt werden. Der Probehahn an Lagertanks wird oftmals als Zwickl-Hahn bezeichnet und war dadurch hauptverantwortlich für die Namensgebung dieser Biersorte.
Zylindrokonischer Tank
So werden Tanks bezeichnet, deren Hauptteil eine zylindrische Form haben und nach unten hin konisch zusammenlaufen. Moderne Gär- und Lagertanks haben in der Regel diese Form.